Volker

2006, Wien

Über den Umgang mit Maschinen:

Aus der Perspektive der Maschine ist der menschliche Körper in seiner Gesamtheit nur von instrumentellem Interesse.

Dadurch, dass es im Verhältnis Mensch-Maschine ausschließlich ein Zweck-Mittel-Denken gibt, entsteht eine Art “Sklavenverhältnis” des Menschen zur Maschine.

Um die Geschwindigkeit der Maschinen zu erhöhen wurden die notwendigen Arbeitsschritte des Menschen auf ein Mindestmaß reduziert. Ein Diktat der Maschinen wurde konstruiert, und der Mensch ist nur organische Prothese am unorganischen Körper.

Ähnlich verhält es sich in der umgekehrten Situation. Die Geschichte der Prothesen ist vor allem eine Geschichte der Erweiterung, Ersetzung und Bewaffnung des Körpers und der Sinne, aber keine der gleichberechtigten Koexistenz zwischen Maschine und Mensch. Besonders die medizinisch-technische Prothese als Kompensation des Menschen als Mängelwesen.

Ein neuer Zugang zur Maschine, neue Umgangsformen gegenüber dem Menschen und der Maschine müssen entstehen um diesem Verhältnis zu entfliehen.

Durch Wegnehmen der vorherrschenden Sinnhaftigkeit der Maschine könnte diesem Umgang ein neuer Sinn gegeben werden.

Einer Maschine kann der Anschein von Lebendigkeit mittels unterschiedlichen Faktoren gegeben werden. Zum einen sind für den Menschen und seine Wahrnehmungs- und Erkennungsmechanismen die Augen ein wichtiges Organ für Aufmerksamkeit bzw. Reaktion und Kommunikation. Für den Menschen ist es sehr einfach, eine Winkelberechnung zwischen den zwei Sehrichtungen der Augen auszuführen, um in Erfahrung zu bringen in welche Richtung ein anderer Mensch, ein anderes Tier, oder abstrahiert, eine Kamera blickt. Außerdem sind kleine Bewegungen und Geräusche des Körpers, wie Atmung, das Klopfen des Herzens wahrnehmbar und lassen unbewusst zwischen Lebendigem und Leblosem unterscheiden. Ein wesentlicher Aspekt sind auch die unscheinbaren Bewegungen des Körpers und eine nicht-industrielle-Norm Ästhetik.

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